Berufsbild: Datenmanagement und Data Analytics

Gute Aussichten: Datenmanagement in Forschung und Wirtschaft

Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Informations- und Datenmanagement haben sehr gute berufliche Perspektiven in allen wissens- und datenintensiven Tätigkeitsfeldern.

In öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen stehen oft komplexe Aufgaben der Datenbereitstellung und der Datenintegration zum Zwecke der breiten Nachnutzung durch die Wissenschafts-Community im Vordergrund. In der digitalisierten Wirtschaft hingegen werden Daten als strategische Ressource behandelt. Neben der Datenorganisation, der Datenintegration und dem Datenqualitätsmanagement liegt der Fokus bei Wirtschaftsunternehmen auch auf der Datenanalyse (Data Analytics) großer, oft heterogener Datenmengen („Big Data“) als Bestandteil des strategischen Wissensmanagements oder zur Optimierung von komplexen Geschäftsprozessen.

Der Informations- und Daten-Lebenszyklus – von A bis Z

Der Studiengang Informations- und Datenmanagement legt mit seinem weit gefächerten Modulangebot eine solide Grundlage für die gesamte Breite des Informations- und Daten-Lebenszyklus. Nach Abschluss des BA-Studiums Informations- und Datenmanagement und einem anschließenden weiterführenden Masterstudium, zum Beispiel in Data Science, Data Engineering, oder Data Analytics sind unsere Absolventinnen und Absolventen auch für gehobene Leitungspositionen qualifiziert. Das gilt etwa für Positionen als Chief Data Officer (CDO) in Unternehmen oder als Leiterin oder Leiter für Daten- und Informationsservices in öffentlichen Forschungseinrichtungen.

Fokus auf Technik

Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die eine solche berufliche Perspektive anstreben, sollten neben dem Interesse an konzeptionellen Herausforderungen auch eine spezifische Affinität zu technologischen Fragestellungen sowie Experimentierfreude mitbringen.

Absolventin Pea Dunckel

Wo arbeiten Sie?

Ich arbeite bei der DIN Software GmbH in Berlin. Die DIN Software ist eine Tochtergesellschaft des Deutschen Instituts für Normung (DIN) und ist für die Pflege der Datenbanken der DIN-Gruppe zuständig. In ihren Datenbanken stellt die DIN Software umfassende Metadaten zu nationalen, europäischen und internationalen Normen, Technischen Regeln sowie zu technisch relevanten Rechtsvorschriften zur Verfügung.

Was sind Ihre typischen Tätigkeiten?

Als Dokumentarin bin ich für die Erfassung der verschiedenen Normen, wie beispielsweise DIN-, EN- oder ISO-Normen, und Technischen Regeln in der Datenbank zuständig. Die Erfassung erfolgt zum Teil intellektuell und zum Teil automatisch über batchgesteuerte Ladevorgänge und andere Softwareanwendungen, wie Indexierungstools. Zudem bin ich gemeinsam mit einer Kollegin, die ebenfalls an der Fachhochschule Potsdam studiert hat, für den Bereich des Technischen Rechts verantwortlich – eine klassisch dokumentarische Aufgabe. Wir sichten und bewerten die verschiedenen Gesetzesblätter, die uns zum Teil digital und zum Teil in gedruckter Form vorliegen, intellektuell und entscheiden, welche Rechtsvorschriften für unsere Kunden relevant sind und aufgenommen werden sollen. Weitere Aufgaben sind gelegentliche Recherchen für Kunden in unserer Datenbank oder die Mitarbeit an Projekten, wie beispielsweise die Retrodigitalisierung und Nacherfassung der Technischen Normen, Gütevorschriften und Lieferbedingungen (TGL) der DDR.

Welche Studieninhalte sind für Sie in Ihrer Arbeit besonders relevant?

Sehr hilfreich für meine Tätigkeit bei der DIN Software waren die Module zur inhaltlichen Erschließung. Wir benötigen ebenfalls Kenntnisse in Datenbanktechnologien und der Datenbanksprache SQL, da viele Abläufe automatisiert über SQL-Skripte ausgeführt werden. Zudem arbeitet ein komplettes Team innerhalb der DIN Software an dem Aufbau einer XML-Datenbank. Daher sind auch Erfahrungen in diesem Bereich relevant. Darüber hinaus erfordern viele meiner Tätigkeiten Kompetenz in Recherchestrategien und -routinen.

Was aus der Studienzeit an der FHP ist in besonderer Erinnerung geblieben

Eine gute technische Ausstattung (wenn denn alles funktioniert hat), überwiegend engagierte und an den Studierenden interessierte Dozenten – oft auch direkt aus der Praxis. Praxisnahe Studieninhalte und Unterricht in kleinen Gruppen. Gemischte Studierendenschaft mit Kommilitoninnen und Kommilitonen, die direkt von der Schule kamen, während andere schon einen längeren Ausbildungsweg hinter sich hatten.